Montag, 2. Januar 2017

Purgation

Ab und zu sollte man "seinem Gehirn ein Klistier verabreichen",

rät Montaigne

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Instanzen

Zeit meines Lebens bestimmten übergeordnete Instanzen mein Handeln, Denken und Fühlen, weil deren Bewertungen  für mich maßgebend waren. Ex post, heute und in Zukunft erkenne ich als bewertende und verpflichtende Obrigkeiten nur mehr an:
  • meine verstorbene Mutter
  • meine verstorbene Frau
  • mich selbst, so lange ich lebe.
  • meine Katze, so lange sie lebt;=)
Natürlich füge ich mich in die Konventionen meiner Umgebung, um das Zusammenleben nicht zu erschweren, die Harmonie nicht zu stören, die gegenseitige Achtung nicht zu verletzen. Aber in diesem Rahmen handle und denke ich frei und unbeschwert von den alten Richtlinien. Ich missioniere nicht und lasse mich nicht missionieren. 
Den mir Nahestehenden will ich Gutes tun, soweit es in meiner Macht steht oder zumindest Schlechtes von ihnen abwenden. Ich will die Welt nicht verbessern (oder gar retten), sie aber auch nicht verschlechtern. Der finalen Unterjochung durch das Geriatrie-Imperium entgeht allerdings kaum einer. Alles endet einmal, auch die Freiheit. Jedoch, wenigstens die
"Gedanken sind zollfrei, aber man hat doch Scherereien."
(Karl Kraus)
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Siehe auch; http://kumpfus.blogspot.co.at/search?q=Gr%C3%BCbel



Wörter

"Trenne die Wörter von von ihrer Bedeutung, und die Welt gehört dir."

Donna Leon

Dienstag, 27. Dezember 2016

Was will'st...

...du armes Würstel?

...steht dem N. ins Gesicht geschrieben. 
Und er hat auch recht, denn auf seiner Seite ist die wirkliche MACHT.

Sonntag, 25. Dezember 2016

Erklärungsnotstand

Weil wir uns Welt und Sein nicht erklären können, denken wir sie uns ungemein kompliziert. Wahrscheinlich ist aber alles ganz einfach.....

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Aphorismen

"Einer, der Aphorismen schreiben kann, sollte sich nicht in Aufsätzen zersplittern."

Karl Kraus 
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↠ http://kumpfus.blogspot.co.at/2008/01/warum-berhaupt-epigramme.html

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Manipulationen

"....Manipulationen im Gewand der Nachricht..."

Wolf Schneider.

Vermessung

".....der weiß, dass die Menschen
vor dreitausend Jahren genauso intelligent waren wie
unsereins. Gewiss, sie waren weniger informiert als wir
Heutigen, aber blöd waren sie nicht. Um die Welt zu
verstehen, haben die Menschen damals die Welt nicht ge-
messen, sie haben sie erzählt. Das ist nicht falsch, das ist
bloß anders, und das tun heute noch die Dichter und die
Denker. Die sechs Arbeitstage Gottes in der biblischen
Geschichte waren für die damaligen Menschen die Glie-
derung einer wichtigen Erzählung und die Begründung
einer den Rhythmus der Zeit prägenden Siebentagewoche.
Wir können getrost davon ausgehen, dass niemand
damals davon ausging, Gott habe genau 144 Stunden
durchgearbeitet und dann genau 24 Stunden Pause ge-
macht. Wenn Menschen heute dazu neigen, bloß alles
Messbare wichtig zu finden, dann müssen wir diesen
Fimmel nicht auch den Menschen anderer Zeiten unter-
stellen."

M. Lütz

http://kumpfuz.blogspot.co.at/search?q=Allegorie