Montag, 20. März 2017

Wollen

"Ist es nicht, wie man will,muß man wollen, wie es ist."

Jüd. Sprichwort

Dienstag, 14. März 2017

Psychologismus

Zum Wesen des Psychologismus gehört, daß er aus der Ent­stehung eines geistigen Akts Rückschlüsse zieht auf die Geltung seines Inhalts - mit anderen Worten: dem Psychologismus ist es darum zu tun, etwas logisch abzutun, indem er es psycholo­gisch ableitet. ...
Demaskieren und Entlarven kann notwendig sein; aber es muß haltmachen vor dem Echten und darf nur Mittel zu dem Zweck sein, das Echte auszusparen, ja nur noch mehr abzuheben vom Unechten und um so mehr hervortreten zu lassen. Wo Demas­kierung und Entlarvung hingegen Selbstzweck werden, wo sie vor dem Echten, das sich eben nicht entlarven läßt, nicht innehal­ten, dort ist Entlarvung in Wirklichkeit doch wieder bloßes Mit­tel zum Zweck; denn die Entlarvungstendenz dient dann einer Entwertungstendenz.  
V. E. Frankl


 Als "Küchenpsychologie" beliebte Methode  bei Führungskräften: Hinter allem vermuten sie niedrige Beweggründe, womit sie glauben, ihre Untergebenen zu "durchschauen" und damit manipulieren zu können. Sie können nicht begreifen, dass die meisten Handlungen auf ein Bündel verschieden starker Motive zurückgehen, von denen die wirklich verborgenen oft die stärksten sind. Die Psyche funktioniert nun einmal nicht wie Ökonomie oder Physik. 

Freitag, 10. März 2017

Wohin schaut er denn?

Ja, wohin schaut er denn?
In die Vergangenheit? 
Nein!
In die Zukunft? 
⇑⇑
Nein!
Er schaut in die Gegenwart.
⇒⇒

Donnerstag, 9. März 2017

Frauenwoche

Mein Beitrag zur Frauenwoche:

Bei den zahlreichen Kaffee-Tankstellen in und um den Bahnhof Praterstern ist mir aufgefallen, dass diese morgendlich außer von ein paar alten Herren (so wie mir) hauptsächlich von jungen, energischen Damen ('power-girls'?) frequentiert werden, die es alle furchtbar eilig haben, ihren 'to-go-keepcup' ausgehändigt zu bekommen (Inhalt natürlich laktose- und zuckerfrei), damit sie, wie von einem Gummiband gezogen, wieder sogleich ihren Zielen entgegen hasten können - taktak taktak taktak.....
Dabei empfiehlt es sich nicht, ihnen in der Bahnhofshalle in die Quere zu kommen, denn sie beanspruchen den totalen Vorrang. Bei soviel Frauenpauer braucht es uns für die soziale- und wirtschaftliche Zukunft unseres Gemeinwesens nicht bange werden! Und merke: Das alles, obwohl sie schlechter bezahlt werden!

Da kann ein alter Soziologe schon ins Grübeln kommen!

Zur aktuellen Kriminalstatistik

Mein Kommentar in der WienerZeitung, die sich bei der Interpretation der aktuellen Kriminalstatistik besonders bemüht, die Zunahme der Delikte so zu "erklären", dass eigentlich nicht die Flüchtlinge daran "schuld" sind:
"Es kommt auf die Beleuchtung an" sagte der alte Fontane. Wer sich etwas verquer amüsieren will, der vergleiche die Interpretationen der aktuellen Kriminalstatistik in den verschiedenen Medien. Angstmacherei und Alarmismus auf der einen Seite, Verharmlosung und Relativierung auf der anderen, je nach Spielart der "Unabhängigkeit". - Was braucht es "alternative Fakten", wenn man doch nur Statistiken "richtig" lesen muss, um das bestätigt zu finden, was man sowieso glaubt. So gesehen ist der Beitrag der WZ meisterhaft.

Antwort-Post von "Hans Holzapfel":
"Was braucht es "alternative Fakten", wenn man doch nur Statistiken "richtig" lesen muss, um das bestätigt zu finden, was man sowieso glaubt. So gesehen ist der Beitrag der WZ meisterhaft." - Was Kumpfus hier sagt, scheint mir ausgezeichnet formuliert.Nun ist es so, dass man wenigstens das Thema schon "zugibt", zwar sehr räuspernd und nach Begründungen ringend, aber doch.Hätte man 2015 viele dieser Menschen nicht unkontrolliert ins Land gelassen, dann würde die Statistik wohl anders aussehen.Jetzt, wo sich gewisse Tendenzen nicht mehr länger verschleiern und wegretuschieren lassen, ist man sehr bemüht, Begründungen zu finden: Kein Bildungssystem, keine Perspektiven, kein Bleiberecht etc.Hätte man all das nicht schon viel früher wissen können?Und was hilft es jenen Menschen, die zu Opfern geworden sind, wenn sie nun nachvollziehen können, warum sie zu Opfern geworden sind.Weniger Einsatz für Statistiken, aber bessere Kontrollen hätten manches verhindern können.
Meine Antwort darauf:
Ich danke für die Blumen! Dieses "man" in Ihrem Post beziehe ich auf die 'mainstream-opinion-leaders', auf deren Einsicht wir vergeblich hoffen. Dazu bedürfte es eines Schocks. Nach einem solchen würden wir den Großteil davon auf der anderen Seite wiederfinden. Mit der Restmenge und ein wenig Augenmaß ließen sich dann eventuell die ursprünglichen Ideale der Linken wieder glaubhaft einbringen.

Montag, 6. März 2017

Lebenskünstler

Die linken BoBos sind die wahren Lebenskünstler: Sie nehmen von beiden Welten nur das Beste.

Innerhalb der linken Blase genießen sie die geistig-spirituelle Geborgenheit, außerhalb verdienen sie prächtig ihren Lebensunterhalt (oder etwas mehr).

Bildergebnis für pecunia non olet

Gepriesen sei deshalb die in beiden Richtungen partiell durchlässige Membran SelecTex©.


Übrigens: https://twitter.com/kumpfuz/status/831900457614323712

und:
"Die Menschen, die bei völlig geregeltem materiellem Zustand ihres Lebens Bohemiens zu sein glauben, wenn sie etwas später aufstehen als andere Leute ......, die sind keineswegs Bohemiens, sondern mißratene Bür­ger." 
Anton Kuh

Sonntag, 5. März 2017

Abendrot

"Am Abend eines Lebens werden die großen und wichtigen Dinge klarer, so wie in der Landschaft die Linien klarer werden. Unsere Waage wird zu­verlässiger und gerechter, und sie wird auch mil­der. Und milder wird auch die Trauer um die große Erkenntnis, daß wir aufhören müssen, Mensch zu sein, gerade in dem Augenblick, in dem wir begonnen haben, es zu werden." 

Ernst Wiechert

Schuldlose Eliten

"Zuerst lehnen sie sich zu weit zum Fenster hinaus und wenn sie dann hinunterfallen, wollen sie es nicht gewesen sein."

Dieser Ausspruch wurde im Gymnasium einem alten Professor zugeschrieben, ist wahrscheinlich nur eine Legende, aber mir fällt er immer ein, wenn ich lese und höre, wie die liberalen Eliten ihre kräftige Mitarbeit am Erstarken der Rechtsparteien weit von sich weisen.

Eliten sind immer im Recht, denn sie billigen niemander außer sich selbst zu, über sich zu urteilen.